
| In nur vier Stunden war das Ziel - Plauen im Vogtland - erreicht. Die Stadt ist mehr als nur Plauener Spitzen. Den schmucken Bürgerhäusern mit den Fassaden aus der Gründerzeit sieht man nicht mehr an, dass sie noch im April 1945 bei einem Bombenangriff zu 75% zerstört wurden. Der weiße Nonnenturm, das trutzige Wahrzeichen der Stadt, steht am Eingang zur Altstadt. |
| Das Rathaus mit seiner Barockfassade beeindruckt durch die sogenannten Vorhangbogenfenster. Auf der Rundfahrt durchs Erzgebirge lernten die Teilnehmer eine großartige Landschaft kennen. Sie besichtigten auch einen Familienbetrieb für die Produktion der berühmten Plauener Spitzen. In Tannenbergstal wurde bis 1960 Zinnerz abgebaut. Schneeberg, bekannt durch seine Silberminen, bot mit dem Lukas-Cranach-Altar in der St. Wolfgangskirche einen kulturellen Höhepunkt. Im Kontrast hierzu stand die Besichtigung des Museums für bergmännische Volkskunst, das die Besucher in die Welt des Silbererz-Bergbaus einführte. Die Minen nennt man auch die „Unterwelt des Vogtlandes“. In Klingenthal beeindruckte die Vogtland-Arena, Europas modernste Sprungschanze. Den größten Respekt zwang den Besuchern die Göltzschtalbrücke ab, das Wahrzeichen des Vogtlandes, die größte Ziegelsteinbrücke der Welt aus dem Jahr 1846 bis 1851. In Bögen auf vier Ebenen konstruiert, ist sie imposant wie ein römisches Viadukt. Zum Nachdenken zwang der Besuch des Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth am Tag der Heimreise. Die Amerikaner nannten das 50-Seelen-Dorf das „little Berlin“, weil die Trennmauer mitten durch den Ort lief. Die Bilder und Dokumente der Ausstellung sind immer noch erschütternd. Aber trotz aller tragischen Eindrücke konnte auch bei der Heimfahrt wieder Heiterkeit aufkommen |