<<Übersicht   Neues aus dem Gefängniss


Die CDU Frauen Union hatte Ulrich Schlicher, den Leiter des Gefängnisses eingeladen. Der Referent berichtete über sein Haus „für das er nicht werben müsse“, wohl aber für seine Produkte wie Gartenlauben aus der Schlosserei der JVA oder Brot aus dem „Gitterlädle“. Im Rahmen des vollzuglichen Arbeitswesens würde so in der JVA wirtschaftlich gearbeitet. 420 Gefangene verbüßen in der Steinstrasse lange Strafen, 27 davon lebenslänglich. Sie dürfe man nicht „alle einsperren und den Schlüssel wegwerfen“, sondern es bestehe eine soziale Verantwortung, durch die man auch die Allgemeinheit schütze.


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Man versuche deshalb die Gefangenen über regelmäßige Arbeitspflicht, die Möglichkeit, einen Hauptschulabschluss zu erreichen oder eine Ausbildung als Handwerker zu machen, in ein normales soziales Leben zu führen. Besonders aktuell sei hier das neue psychologische Behandlungsprogramm für Gewaltstraftäter, mit dem man schon bei Sexualstraftätern gute Erfolge bezüglich einer Rückfallquote erzielt habe. Das Programm erfordere, dass die Gefangenen in einer Wohngruppe zusammen leben und eine Gruppentherapie, bei der sie ihre Tat frei und ohne Scham zu erklären versuchen müssen. Eine hohe Strukturierung des Tagesablaufs sei notwendig. Nach dem Anti-gewalt-Training versuche man bei guter Prognose im offenen Vollzug das Verhalten weiter zu trainieren. Die Vorsitzende Gisela Käfer bedankte sich für die Nachricht von den Erfolgen mit dem Programm, vor allem im Hinblick auf den Opferschutz. Ulrich Schlicher lud die Frauen bei einem geplanten „Tag des Rechts“ in das Gefängnis ein.